Polen gilt als sicheres Reiseland. Millionen Touristen besuchen jedes Jahr Städte wie Danzig, Krakau, Breslau oder die Ostseeküste, ohne negative Erfahrungen zu machen. Dennoch gibt es – wie in nahezu jedem Urlaubsland – einige Betrugsmaschen, auf die Reisende achten sollten. Wer aufmerksam bleibt und einige Grundregeln beachtet, kann seinen Urlaub meist unbeschwert genießen.
Taschendiebe in Menschenmengen
Die häufigste Gefahr für Touristen sind Taschendiebe.
Besonders aufmerksam sollte man sein:
- in Innenstädten,
- auf Weihnachtsmärkten,
- bei großen Veranstaltungen,
- in Straßenbahnen und Bussen,
- an Bahnhöfen,
- auf beliebten Aussichtspunkten.
Geldbörse, Smartphone und Ausweispapiere sollten möglichst nah am Körper getragen werden.
Falsche Spendensammler
Gelegentlich sprechen Personen Touristen mit Klemmbrettern oder Unterschriftenlisten an und bitten um Spenden.
Nicht selten folgt nach einer kleinen Unterschrift die Forderung nach einer deutlich höheren Geldsumme.
Wer nicht spenden möchte, lehnt höflich ab und geht weiter.
Überteuerte Wechselstuben
Nicht jede Wechselstube bietet faire Kurse.
Vor allem in unmittelbarer Nähe touristischer Sehenswürdigkeiten können:
- ungünstige Wechselkurse,
- hohe Gebühren,
- irreführende Anzeigen
vorkommen.
Vor dem Geldwechsel sollte immer geprüft werden:
- Wie viele Złoty erhält man tatsächlich?
- Fallen zusätzliche Gebühren an?
Oft ist die Kartenzahlung günstiger.
Ungünstige Währungsumrechnung
Beim Bezahlen mit Kredit- oder Debitkarte erscheint häufig die Frage:
„In Euro oder in Złoty bezahlen?“
Viele Touristen wählen Euro, weil ihnen der Betrag vertrauter erscheint.
Meist ist jedoch die Abrechnung in polnischen Złoty günstiger, da die eigene Bank häufig bessere Wechselkurse verwendet als der Zahlungsdienstleister des Händlers.
Falsche Taxifahrer
An Flughäfen oder Bahnhöfen sollte man nur offiziell gekennzeichnete Taxis oder bekannte Fahrdienst-Apps nutzen.
Vorsicht ist geboten bei Personen, die Reisende aktiv ansprechen und eine Mitfahrt anbieten.
Seriöse Taxis verfügen in der Regel über:
- Taxameter,
- Firmenkennzeichnung,
- sichtbare Preisangaben.
Geldwechsel auf der Straße
Werden Touristen auf der Straße angesprochen und ein besonders günstiger Wechselkurs angeboten, sollte man grundsätzlich ablehnen.
Solche Angebote können mit:
- Falschgeld,
- manipulierten Scheinen,
- Trickbetrug
verbunden sein.
Geld sollte ausschließlich in Banken oder offiziellen Wechselstuben getauscht werden.
Betrugsversuche beim Parken
In beliebten Touristengebieten geben sich gelegentlich Personen als Parkeinweiser aus und verlangen Parkgebühren.
Bezahlt werden sollte jedoch nur:
- am Parkautomaten,
- über offizielle Park-Apps,
- bei eindeutig gekennzeichnetem Personal.
Quittungen sollten aufbewahrt werden.
Vorsicht bei angeblichen Notlagen
Wie in vielen Ländern nutzen Betrüger erfundene Notlagen aus.
Typische Geschichten sind:
- Geldbörse gestohlen,
- kein Benzingeld,
- dringend benötigte Medikamente,
- verlorene Fahrkarte.
Wer helfen möchte, sollte lieber praktische Hilfe anbieten, statt Bargeld zu geben.
Hotel- und Ferienwohnungsbuchungen
Bei privaten Ferienwohnungen sollte möglichst über bekannte Buchungsplattformen reserviert werden.
Vorsicht ist geboten, wenn:
- ausschließlich Vorkasse verlangt wird,
- ungewöhnlich günstige Preise angeboten werden,
- Kommunikation nur über Messenger erfolgt,
- keine nachvollziehbaren Bewertungen vorhanden sind.
Kartenzahlung im Blick behalten
Kartenzahlung ist in Polen weit verbreitet und sicher.
Trotzdem gilt:
- Karte möglichst nicht aus den Augen geben.
- Zahlungsbetrag vor dem Bestätigen kontrollieren.
- Quittung aufbewahren.
- Konto nach der Reise prüfen.
Die meisten Reisen verlaufen problemlos
Die allermeisten Urlauber erleben in Polen keinerlei Betrugsversuche. Die genannten Situationen betreffen vor allem stark besuchte Touristenzentren und unterscheiden sich kaum von denen in anderen europäischen Reisezielen.
Fazit
Polen ist ein sicheres Reiseland mit einer vergleichsweise niedrigen Kriminalitätsrate. Dennoch sollten Touristen – wie überall – aufmerksam bleiben. Wer nur offizielle Taxis nutzt, Geld ausschließlich in seriösen Wechselstuben tauscht, bei der Kartenzahlung die Abrechnung in Złoty wählt und auf seine Wertsachen achtet, wird seinen Urlaub in der Regel ohne unangenehme Überraschungen genießen können. Ein gesundes Maß an Vorsicht genügt meist, um typische Betrugsmaschen erfolgreich zu vermeiden.
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