Wer mit dem eigenen Auto nach Polen reist, sollte vor der Abfahrt prüfen, ob alle wichtigen Dokumente an Bord sind. Bei Verkehrskontrollen oder nach einem Unfall können fehlende Unterlagen zu unnötigen Verzögerungen führen. Die gute Nachricht: Für deutsche Urlauber ist die Mitnahme der erforderlichen Dokumente unkompliziert.
Führerschein
Der deutsche EU-Kartenführerschein wird in Polen anerkannt.
Der Fahrer muss einen gültigen Führerschein im Original mitführen. Eine Kopie oder ein Foto auf dem Smartphone reicht bei einer Polizeikontrolle nicht aus.
Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
Ebenfalls erforderlich ist die Zulassungsbescheinigung Teil I, umgangssprachlich Fahrzeugschein genannt.
Auch dieses Dokument sollte im Original mitgeführt werden. Der Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) gehört dagegen nicht ins Auto und sollte sicher zu Hause aufbewahrt werden.
Personalausweis oder Reisepass
Obwohl zwischen Deutschland und Polen grundsätzlich Reisefreiheit besteht, finden aufgrund der aktuellen Grenzkontrollen wieder verstärkt Ausweiskontrollen statt.
Jeder Reisende sollte daher einen gültigen Personalausweis oder Reisepass dabeihaben. Der Führerschein ersetzt kein Reisedokument.
Nachweis der Kfz-Versicherung
Innerhalb der Europäischen Union genügt normalerweise das deutsche Kennzeichen als Nachweis einer bestehenden Kfz-Haftpflichtversicherung.
Dennoch empfiehlt es sich, die Internationale Versicherungskarte (früher „Grüne Karte“) mitzunehmen. Sie ist für Polen nicht mehr vorgeschrieben, erleichtert aber nach einem Unfall die Schadensregulierung erheblich.
Vollmacht bei fremden Fahrzeugen
Wer nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist, sollte zusätzlich eine schriftliche Nutzungserlaubnis mitführen.
Das gilt beispielsweise bei:
- geliehenen Fahrzeugen,
- Firmenwagen,
- Fahrzeugen von Familienangehörigen,
- Leasingfahrzeugen (je nach Vertrag).
Eine formlose Vollmacht des Fahrzeughalters kann Rückfragen bei Kontrollen vermeiden. Bei Mietwagen reichen in der Regel die Unterlagen der Autovermietung aus.
Europäischer Unfallbericht
Zwar nicht vorgeschrieben, aber sehr empfehlenswert ist der Europäische Unfallbericht.
Das mehrsprachige Formular erleichtert die gemeinsame Aufnahme eines Unfalls mit der Polizei oder dem Unfallgegner und beschleunigt häufig die Schadensabwicklung.
Sinnvolle Unterlagen
Zusätzlich können folgende Dokumente hilfreich sein:
- Notrufnummer der Kfz-Versicherung,
- Schutzbrief oder ADAC-Mitgliedsausweis,
- Auslandskrankenversicherung,
- Kontaktdaten des Fahrzeughalters (bei Firmenwagen),
- Telefonnummer der Leasinggesellschaft.
Digitale Dokumente reichen meist nicht aus
Viele Autofahrer speichern ihre Unterlagen heute auf dem Smartphone.
Für amtliche Kontrollen sollten jedoch die Originaldokumente mitgeführt werden. Digitale Kopien oder Fotos werden nicht immer anerkannt und dienen höchstens als zusätzliche Absicherung.
Vor der Abreise prüfen
Vor der Fahrt nach Polen empfiehlt sich eine kurze Kontrolle:
- ✓ Führerschein
- ✓ Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I)
- ✓ Personalausweis oder Reisepass
- ✓ Internationale Versicherungskarte (empfohlen)
- ✓ Vollmacht bei fremdem Fahrzeug
- ✓ Europäischer Unfallbericht
Fazit
Für Autofahrer ist die Einreise nach Polen unkompliziert. Mitgeführt werden sollten mindestens der gültige Führerschein, der Fahrzeugschein sowie ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Empfehlenswert sind außerdem die Internationale Versicherungskarte und der Europäische Unfallbericht. Wer mit einem geliehenen oder geleasten Fahrzeug unterwegs ist, sollte zusätzlich eine Vollmacht des Halters dabeihaben. So ist man für Verkehrskontrollen und mögliche Zwischenfälle bestens vorbereitet.
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